Mariä Empfängnis – 8. Dezember

Mariä Empfängnis ist ein katholischer Hochfeiertag und in ganz Österreich ein gesetzlicher Feiertag. Gefeiert wird am 8. Dezember die Empfängnis der Gottesmutter Maria durch ihre Mutter Anna, nicht – wie oft fälschlich angenommen – die Empfängnis Jesu. Der Tag liegt mitten im Advent und gehört zu den wichtigsten Marienfesten des Kirchenjahres.

Bedeutung des Feiertags

Im Mittelpunkt von Mariä Empfängnis steht der Glaube, dass Maria von Anfang an ohne Erbsünde empfangen wurde. Damit gilt sie in der katholischen Tradition als „rein“ und in besonderer Weise mit Gott verbunden. Der Feiertag betont die herausragende Rolle Marias im Heilsgeschehen und ihre Stellung als Mutter Jesu und Schutzpatronin vieler Länder und Regionen.

Historischer Hintergrund

Der Festgedanke entwickelte sich im Mittelalter und wurde im Lauf der Jahrhunderte theologisch ausformuliert. 1854 definierte Papst Pius IX. das Dogma von der „ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau Maria“ offiziell. In Österreich hat der 8. Dezember eine besondere Bedeutung: Bereits im 17. Jahrhundert wurde Maria zur Schutzfrau des Landes erhoben, und Mariä Empfängnis als Dank für die Verschonung Wiens in Kriegszeiten als eigener Feiertag eingeführt. Nach Unterbrechungen in der Geschichte wurde der 8. Dezember nach dem Zweiten Weltkrieg wieder als gesetzlicher Feiertag bestätigt.

Bräuche und Traditionen in Österreich

Viele Gläubige besuchen an Mariä Empfängnis die heilige Messe, häufig mit feierlichen Marienliedern und Prozessionen. In manchen Regionen sind Wallfahrten und besondere Andachten verbreitet. Da der Tag in die Adventzeit fällt, nutzen viele Menschen den Feiertag auch für vorweihnachtliche Aktivitäten, etwa zum Besuch von Adventmärkten oder für Einkäufe, da zahlreiche Geschäfte geöffnet haben. Gleichzeitig bleibt der religiöse Charakter als Hochfest im Kirchenjahr zentral.

Termin

Mariä Empfängnis findet jedes Jahr am 8. Dezember statt und gehört damit zu den Feiertagen mit festem Datum. Fällt der 8. Dezember auf ein Wochenende, bleibt der liturgische Rang des Hochfestes gleich, während sich die arbeits- und schulrechtlichen Auswirkungen je nach Wochentag verändern.

Photo Credits: CC Urheberrecht: Matthias Schafranek

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