Pfingstmontag

Hard facts:

Pfingstmontag

Wann:beweglicher Feiertag
Wo:österreichweit
Für wen?Alle

Gesetzlicher Feiertag 

Schulfrei: JA | NEIN Geschäftsöffnungszeiten: VON-BIS


Allgemeines zum Pfingstmontag

Pfingsten folgt in der Regel 50 Tage nach dem Ostermontag. Der Begriff geht laut der evangelischen Kirche auf das griechische Wort “Pentekoste” zurück, was so viel wie “Der fünfzigste” bedeutet. Der Pfingstmontag ist außerdem ein Feiertag der das Ende der Osterzeit und somit auch das Ende von Pfingsten symbolisiert. Nachdem Pfingsten sich nach Ostern richtet variiert das Datum des Ostermontags zwischen dem 10. Mai und dem 13 Juni. Ursprünglich wurde Pfingsten 8 Tage lang gefeiert, später auf 3 bzw. 4 Tage reduziert und heute ausschließlich 2 Tage lang zelebriert.

Die Dreifaltigkeit (Der Vater der Sohn und der Heilige Geist)- Pfingstmontag

Laut der Bibel kam der Heilige Geist am 50 Tag nach der Auferstehung Jesu in Gestalt von Feuerzungen mit gewaltigem Brausen auf seine Jünger (Maria und den versammelten Aposteln) herab. Sie wurden an jenem Tag erhellt und ermutigt die Lehre Christi zu verbreiten. Im Christentum wird dieses Verfahren als „Heilige Dreifaltigkeit“ bezeichnet aus der Gottes Gestalt besteht. Gemeint sind damit Gottvater, der Sohn und der Heilige Geist (Trinitas Dei).

Laut der Apostelgeschichte konnten die Jünger plötzlich verschiedene Sprachen sprechen und verloren ihre Angst vor Verfolgung. Dies wird auch als „Pfingstwunder“ bezeichnet und wurde im Brauchtum Szenisch dargestellt.

Bezeichnung:
Als ursprüngliches jüdisches Erntedankfest (Schawuot) wurde das Fest als „Geburtstag der Kirche“ von der evangelischen Gemeinde umgeleitet. Der Feiertag wird auch als “Fest des heiligen Geists“ angesehen, da an diesem Tag die Jünger (50 Tage später) den Heiligen Geist Jesu Christi empfingen.

Die Gottesdienste werden genauso wie am Pfingstsonntag abgehalten und manche finden sogar in der freien Natur statt.

Pfingstbräuche an Pfingstmontag

Viele der Pfingstbräuche sind mit Fruchtbarkeitsritualen verbunden und unterscheiden sich von Ort zu Ort. Vor allem in den ländlichen Teilen Österreichs werden die Bräuche praktiziert. Typische Bräuche sind z.B das Pfingstfeuer, die Flurumritte, Pfingstloter, und das Pfingsttstehlen.

Das Pfingstfeuer steht als sog. Freudenfeuer als Symbol für den Frühling bzw. der Abschied von der Winterzeit und wird am 2 sowohl als auch am 3 Pfingsttag  im Rahmen eines Gottesdienstes entfacht. Die lodernde Flamme steht einerseits als Symbol des heiligen Geistes und andererseits auch als Zeichen der Reinigung und Erleuchtung der gläubigen. In zahlreichen Gegenden werden zudem spezielle Pfingstlieder gesungen. Die Häuser schmückte man außerdem mit Blumen und Birkenzweigen.

Pfingstloter oder Pfingstgestalt

Eine der bekanntesten Pfingstbräuche ist der Pfingstloter. Es wird eine aus Stroh, Holz und alt-Kleidungsstücke verarbeitete Puppe gefertigt, die zumeist grün gekleidet dargestellt wird und ledigen Frauen vor die Tür/Haus oder Dach gestellt wird. Die jungen Männer des Ortes platzieren den Loter so unbemerkt wie möglich und signalisieren damit das die ledige Frau bald unter die Haube kommen sollte. Als Rache der Loterlpatzierung findet der Aufsteller der Puppe sein Bett meist auf der Straße stehend. Außerdem gibt am Pfingstmontag die sog. Pfingstprozessionen welche eine neue Saat segnen und eine reiche Ernte bescheren sollen. Diese Prozessionen stehen unter anderem im Zeichen der Fruchtbarkeit.

Pfingststehlen

Pfingstehlen wird auch als (Zamtragn) bezeichnet das in der Regel in der Bosnacht/Unfugsnacht stattfindet.In der Nacht zum Sonntag werden bewegliche Gegenstände aus Vorgärten gestohlen. Einige Stunden später wenn der Morgen aufbricht werden die Gegenstände auf einem Marktplatz ausgestellt und können von den Besitzern zurückgeholt werden. Dieser Brauch funktioniert lediglich nur in Dörfern wo sich meist alle Leute untereinander kennen. Ansonsten würde für die „Pfingstdiebe“ eine Anzeige drohen.

Was essen wir zu Pfingstmontag?

Die sog. Pfingstmilch die an Pfingsten gemolken und für die Zubereitung einer Milchsuppe aus (Eiern und Mandel) verwendet wird war früher oft gebräuchlich und galt als die Suppe die besonders von den Mägden deren Verehrern serviert wurde. Die Milch wurde von Bauern an arme Leute hergeschenkt um symbolisch als Dank eine reiche Ernte zu bekommen. Beliebt ist auch die cremige Maibutter mit hohem Carotingehalt die aus der ersten Weidemilch geschöpft wird. Sie wird oft mit Kräutern gemischt oder als süße Form (Schlagsahne mit Zucker und Zimt) vermischt. Bei den Urchristen wurden neben Wein und Brot auch Milch und Honig gegessen.

Quelle:  PfingstenlexikonReligion Orf1
Bildquelle: Wikimedia Commons | Author: Francis McLloyd, AnonMoos,
Beitragsbild: Quelle: Fotolia (107659093)

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